Berlin & Los Angeles: Two of a kind

Seit 50 Jahren ist Los Angeles eine Partnerstadt Berlins. Die beiden Metrolpolen sind seitdem nicht nur Sister Cities, sie sind auch Sisters in Mind. Was sie verbindet? Kosmopolitismus, Träume, Kreativität – und Freiheitsgefühl.

Der Grundstein für die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Metropolen wurde 1967 von Berliner Emigranten aus der Filmbranche gelegt. Und noch heute gilt, was schon damals Gültigkeit besaß: Berlin und Los Angeles sind die Städte, aus denen die Träume sind. In beiden Städten werden sämtliche Formen des kreativen Ausdrucks nicht nur toleriert, sondern auch gefördert. Zurückzuführen ist dies nicht zuletzt auf die jeweiligen Geschichten der Einwanderung und kulturellen Heterogenität. Während Los Angeles immer ein Zufluchtsort für Auswanderer und Flüchtende aus aller Welt war – in der Stadt haben sich beispielsweise die größten Populationen von Kambodschanern, Armeniern und Koreanern außerhalb ihrer jeweiligen Länder angesiedelt – hat sich Berlin nach zwei Weltkriegen, dem Grauen der NS-Zeit und fast drei Jahrzehnten der Teilung wieder zu einer weltoffenen Stadt entwickelt, in der Menschen aus 190 Nationen leben und arbeiten.

 

Diese Offenheit und der sich daraus ergebende Kosmopolitismus haben beide Städte zu fruchtbaren kreativen Umgebungen gemacht. Umgebungen, in denen Kultur, Wissenschaft und Technologie gleichermaßen gedeihen. Los Angeles gilt als Epizentrum der Popkultur, ist weltweit bekannt für seine Design- und Kunstszene und natürlich für Hollywoods Filmindustrie. Berlin wiederum ist bekannt für seine Clubszene, eine einzigartige  Kunst- und Kulturlandschaft und – ebenso wie Los Angeles – für eine lebendige Start-up- und Digital-Szene. 

 

Auch die Strukturen beider Metroplen ähneln sich: Sowohl Berlin als auch L.A. sind ausgedehnte Städte mit mehreren dichte Zentren. Dies fördert nicht nur den Austausch der Menschen untereinander, sondern auch die Individualität – die Chance auf freie Entfaltung.

Los Angeles ist eine Stadt der Träume, ein Ort grenzenloser Kreativität und von Ideen, die die Welt verändern. (Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles)

Die Freiheit zu leben, zu handeln und zu gestalten – sie verbindet die beiden Partnerstädte Berlin und Los Angeles seit 50 Jahren und macht sie zu Sister Cities. „Berlin lebt und liebt die Freiheit“, sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und ergänzt: „Die Erinnerung an den schmerzhaften Verlust von Freiheit treibt heute Berlinerinnen und Berliner an, Offenheit und Toleranz zu leben und aktiv dafür zu werben. Ob als Tourist, Start-up-Gründer, Kreativschaffender oder Forschender, in Berlin werden aus Ideen Möglichkeiten.“ Berlin sei wie Los Angeles ein Sehnsuchtsort. Ein Ort, der für seine vielfältigen Möglichkeiten berühmt ist.  

 

Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles, fügt hinzu: „Die Menschen in L.A. stehen für Toleranz, Inklusion, Respekt für die Rechte und Würde aller Menschen. Zu diesen Werten bekennen wir uns bei jeder Gelegenheit. Diese gemeinsamen Werte verbinden die beiden Städte Los Angeles und Berlin und sind das Fundament unserer langjährigen Partnerschaft.“

 

 

Zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum feierten Berlin und Los Angeles Anfang Oktober gemeinsam in Downtown L.A.  Erstmals gezeigt wurde auf dem zweitägigen Festival die in Berlin spielende und produzierte TV-Serie „Babylon Berlin” von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries. Auch das Berlin Lab war vor Ort und lud die Besucherinnen und Besucher unter anderm zu einem Dialog über Freiheit ein.  

 

In Berlin wiederum wurden anlässlich der 50-jährigen Städtepartnerschaft ein Filmfestival und eine Ausstellung realisiert. Der Sammler Axel Haubrok und der Filmkurator Marc Glöde präsentierten dem  Publikum im Anschluss an die Berlin Art Week unter dem Titel „la > x“ verschiedene Künstler aus Los Angeles, darunter Stephen Prina, Christopher Williams und Margeret Honda.

 

Mehr über das Festival „Berlin – Los Angeles“ unter www.berlin-losangeles.com.

Nickel Diner in L. A. © Ryan Vaarsi; Berlin Alexanderplatz © Thomas Leuthard; Universal Studios © Davide D´Amico

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