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„Made in Germany hat viele Gesichter“ – die drei Finalisten für den Publikumspreis des diesjährigen #FARBENBEKENNEN-Awards stehen fest. Bis zum 13. November können Berlinerinnen und Berliner online ihren Favoriten wählen. Der Preis, den die Senatskanzlei in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an Geflüchtete vergibt, ist mit 10.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Menschen mit Gründergeist, die in Berlin etwas bewegen.

Wer gewinnt den #FARBENBEKENNEN-Award 2019?

Wähle hier deine Favoritin oder deinen Favoriten!

Bis zum 13. November 2019 kannst du im Online-Voting mitentscheiden!

BESLAN KABARTAI; FREUDY UG

Wenn ich sehe, wie die Deutschen lächeln, nachdem sie meinen Käse probiert haben und wie die Araber sich an ihre Heimat erinnern, wenn sie ihn testen – dann weiß ich, dass ‚Freudy’ der richtige Name für meine Produktlinie ist.“

Der Syrer Beslan Kabartai vertreibt mit seinem Start-up Freudy  Käse und andere Milchprodukte, die er in Brandenburg nach syrischer Traditionsrezeptur herstellt.

ANAB MOHAMUD; SPACE2GROW

„Es ist motivierend zu sehen, wie viele Frauen mit den unterschiedlichsten Geschichten wir schon erreichen konnten. Und wie sie das, was sie in unserem Workshop gelernt haben, an andere Frauen weitergeben."

Die Somalierin Anab Mohamud kämpft mit ihrem Projekt „Space2GroW“ für die gesundheitliche Aufklärung geflüchteter Frauen und verhilft ihnen damit zu mehr Selbstbestimmung.

RAMY AL-ASHEQ; FANN MAGAZIN

Wie kann man die Menschen wirklich verstehen, ohne ihre Literatur zu lesen, ihre Musik zu hören und in ihre Kultur einzutauchen?“  

Ramy Al-Asheq aus Syrien hat das arabisch-deutsche Online-Magazin „Fann“ mitgegründet, das zwei kulturelle Welten dialogisch verbindet.

#FARBENBEKENNEN – für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft

Was Beslan Kabartai, Anab Mohamud und Ramy Al-Asheq vereint, ist nicht nur, dass sie als Geflüchtete nach Berlin gekommen sind. Sie haben außerem nach ihrer Ankunft in Deutschland Initiative ergriffen – und Unternehmen oder Projekte gegründet, die sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Stärkung der Demokratie in Deutschland einsetzen.

Eine mehrköpfige Jury aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft wählte die drei im August aus einer Vorauswahl aller Einsendungen als Finalisten für den Publikumspreis des #FARBENBEKENNEN-Awards aus, den die Berliner Senatskanzlei 2019 bereits zum zweiten Mal vergibt. „Made in Germany hat viele Gesichter“ heißt der diesjährige Award-Slogan. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Geflüchtete mit „Gründergeist“, die mit ihrem großen Engagement den Mut bewiesen haben, ihre Ideen in Berlin erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Publikums-Award wird am 1. Dezember im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin vergeben. Auch der von der Jury direkt bestimmte Jurypreis wird dann verliehen. Der hierfür gekürte Gewinner bzw. die Gewinnerin erhält ebenfalls 10.000 Euro. (vdo)

 

Der #FARBENBEKENNEN-Award ist für mich mehr als ein Preis – er ist vielmehr eine wichtige Botschaft, die heißt: Hören wir auf, über Geflüchtete als Problem in unserer Gesellschaft zu diskutieren. Hören wir auf, sie als ‚die Anderen‘, ‚die Fremden’, zu betrachten. Es sind Menschen mitten unter uns, die einen wichtigen Beitrag für unsere Stadt und unser Land leisten können. Menschen, die Arbeitsplätze und Ausbildung bieten. Die einen Mehrwert für unsere Stadt und die Gesellschaft schaffen, unsere Gesellschaft mit ihren Ideen bereichern und so unserem Land, dem sie Aufnahme und Schutz verdanken, etwas zurückgeben.
Sawsan Chebli, Initiatorin des #FARBENBEKENNEN-Awards und Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales
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